Die Naturforscher*innen der 1a
Die Stiftung Kinderjahre ermöglicht der Klasse 1a im ersten Schuljahr einmal im Monat mit einer Umweltpädagogin der Loki-Schmidt-Stiftung das Naturschutzgebiet rund um die Boberger Düne zu erkunden. Wir erleben so den Wechsel der Jahreszeiten direkt in der Natur, lernen verschiedene Pflanzen und Tiere kennen und streifen als Naturforscher*innen durch das Gelände. Hier sind unsere Berichte:
Am Donnerstag, 16. Oktober 2025, durften wir zum ersten Mal unsere Gummistiefel, Regenhosen und Rucksäcke in Richtung Boberger Düne ausführen. Nach der Busfahrt und einer kleinen Wanderung haben wir am Ziel ein perfektes, überdachtes Picknickplätzchen entdeckt und auch gleich genutzt. Essen ist immer gut! Frisch gestärkt ging es dann ins benachbarte Dünenhaus. Nach der gespannten und konzentrierten Stille zu Beginn und einer kurzen Vorstellungsrunde waren die Kinder schier überwältigt, als es in die Ausstellung ging. Für viele war es im ersten Augenblick eine Art Abenteuerspielplatz, sodass gleich an den Regeln für einen Museums- bzw. Ausstellungsbesuch gearbeitet werden konnte. Leider war unser Material nicht rechtzeitig eingetroffen und so haben wir den Rest des Vormittags mit einer ersten Walderkundung verbracht. Wir haben gelernt, wie ein Naturforscher durch den Wald zu schleichen, zu beobachten und bei Gefahr zu flüchten. Die Erkenntnis des Tages war allerdings: Müll gehört nicht in die Natur.
13. November 2025, unser zweiter Tag als Naturforscher:
Heute konnten wir endlich unsere Namensschilder herstellen und da das Wetter gut mitspielte, fand die Bastelaktion im Freien statt. Es galt eine Holzscheibe und verschiedenfarbige Perlen aufzufädeln. Vorab haben die Kinder den Farben der Perlen entsprechende Farben in der Natur zugeordnet. Zunächst war es wie ein paar Runden „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ und den Kindern wurde gleich der Unterschied zwischen Natur und vom Menschen Erschaffenen bewusst gemacht. Zum Aufwärmen ging es anschließend in den Ausstellungsraum und dieses Mal funktionierte es dort schon deutlich besser. Nach einer kurzen Erkundungsphase stand das Thema Müll auf dem Programm und die Kinder haben unterschiedliche Abfälle den entsprechenden Abfallbehältern zugeordnet. Mit Abfalltüte in der Hand und dem Wissen um das richtige Verhalten in einem Naturschutzgebiet ging es dann zum ersten Mal in die Boberger Düne. Dort waren die Kinder verständlicherweise außer Rand und Band und haben die restliche Zeit zum Spielen und Toben genutzt. Das Thema „Müll“ hat die Kinder an diesem Vormittag besonders angesprochen. Fast hätten wir unseren Bus verpasst, weil die Kinder auf dem Rückweg ununterbrochen Müll entdeckt und gesammelt haben.
Kurz vor Ferienbeginn ging es am 11. Dezember 2025 noch einmal zu Sarah und Oliver in die Boberger Düne.
Zunächst haben wir uns im Ausstellungsraum des Dünenhauses mit dem Eichhörnchen beschäftigt. Da wir uns in der Schule bereits intensiv vorbereitet hatten, wussten die Kinder schon eine Menge zu dem Thema. Das präparierte Eichhörnchen wurde von vielen Kindern genauestens betrachtet und den Körperteilen konnten die richtigen Fachbegriffe zugeordnet werden. Zum Glück durften Schädelknochen in einer kleinen Schachtel und ein Eichhörnchenschwanz in die Hände genommen und von Kind zu Kind weitergereicht werden. Anschließend machte ein Fühlsäckchen die Runde. Den Kindern war schnell klar, dass es sich um die Nahrung des Eichhörnchens handelt, und die „Geheimnisse“ konnten gelüftet werden. Im Freien konnten die Kinder dann anhand einer Weitsprungleiste mit Tierbildern erkennen, wie weit sie springen können. Das Eichhörnchen erreichte niemand, aber wir hatten viele Mäuse unter uns. Dann galt es, Erdnüsse von Löffel zu Löffel weiterzureichen – mühsam ernährt sich eben das Eichhörnchen. Danach war Zeit für Sarahs und Olivers Bescherung. Die haben sie sich mit ihrem Einsatz wirklich verdient. Abschließend gab es noch ein kleines Picknick und dann mussten wir auch schon wieder zurück zur Schule. Wir freuen uns auf viele weitere Abenteuer in der Boberger Düne im kommenden Jahr.



