H-scharF 
(Konzeption: Hellmut Brauer und Petra Jack)

HauptschülerInnen arbeiten in Firmen
 

IDEE
Wir möchten mit dem Projekt H-scharF einen aktiven Beitrag leisten, den Schülerinnen durch eigene Erfahrungen in der Arbeitswelt selbsttätiges und zielorientiertes Lernen in Schule und Beruf zu ermöglichen. Dadurch wollen wir ihnen die Chance geben, sich besser auf die Ausbildung vorbereiten zu können.
Dieses Modell basiert auf den Erkenntnissen und positiven Erfahrungen Hamburger Schulen, die vergleichbare Versuche durchführen. Unsere Schule ist mit H-scharf im Projekt Praxislerntag der BBS vertreten.

DAS KONZEPT
In der 7. Klasse wird als Vorbereitung die Schulfirma Kiosk, eine Brötchen-Serviceagentur, gegründet.

Mit Beginn der 8. Klasse werden die SchülerInnen jeden Montag (die Schulferien ausgenommen) in einem Betrieb lernen und arbeiten. Die Schule findet an den anderen vier Wochentagen statt.

Nach jedem Halbjahr wird der Praktikumsplatz gewechselt. Da das Projekt auch im 1. Halbjahr der 9. KI. durchgeführt wird, werden die SchülerInnen drei halbjährige Praktika in verschiedenen Berufsfeldern absolvieren und somit unterschiedliche Eindrücke aus der Arbeitswelt erhalten.

 LERNEN IM BETRIEB

  • Die Schülerinnen arbeiten an einem Tag in der Woche (montags) im Betrieb mit und lernen den betrieblichen Alltag und einen Ausschnitt aus der Berufs- und Arbeitswelt kennen.

  • Jedes Praktikum beginnt mit einem Block von zwei ganzen Wochen im Betrieb.

  • Die SchülerInnen werden von den Betreuerinnen im Betrieb angeleitet und von den Lehrkräften bei Bedarf unterstützt.

  • Die SchülerInnen bearbeiten eine selbst gestellte "besondere Lernaufgabe" (z. B.: Zusammenbau eines Kompressors, Grundrenovierung einer Altbauwohnung, Herstellung von Salben, vom Basteln einer Laterne bis zum Laternenumzug), durch die sie ihre im Betrieb erworbenen Erfahrungen anwenden und reflektieren.

  • Die individuellen Erfahrungen und Lernprozesse der SchülerInnen fließen in den aktuellen Unterricht der Schule ein.

  • Zwischen den Betreuerinnen im Betrieb und den Lehrkräften finden immer wieder Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung statt.

LERNEN IN DER SCHULE

  • In der Schule entstehen neue Lern­strukturen durch das Lernen an (nur noch) vier Tagen.

  • Neue Unterrichtsinhalte, die sich aus den konkreten betrieblichen Erfahrungen ergeben, fließen in den Unterricht ein.

  • Die Auswertung und die schriftliche Bearbeitung der besondere Lernaufgabe findet in der Schule statt.

  • Textverarbeitung ist Teil des (Deutsch-) Unterrichts geworden.

  • Die SchülerInnen arbeiten Fragestellungen aus ihren betrieblichen Erfahrungen auf.

  • Neue Arbeitsweisen finden Eingang in den alltäglichen Unterricht.

  • Das Fach Berufsorientierung erhält einen herausragenden Stellenwert im Schulalltag.

  • Der Übergang zwischen Schule und Beruf wird flexibler gestaltet.

ZIELE

für die SchülerInnen ...

  • Einen Hauptschulabschluss schaffen mit Blick auf einen Beruf.

  • Das eigene Lernen selbst in die Hand nehmen.

  • Ein realistisches Selbstbild in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln.

  • Sich mit der betrieblichen Wirklichkeit aus­einander setzen.

  • Das Selbstwertgefühl stärken und Erfolgser­lebnisse verschaffen.

  • Berufsbezogene Qualifikationen verstärken.
    Ausbildungsbetriebe und berufliche Anforderungen kennen lernen.

  • Schulisches Lernen wieder in einen Lebenszusammenhang bringen.


für die Betriebe ...

  • Sie lernen künftige Auszubildende kennen und können gezielter auswählen.

  • Sie helfen mit, die Quote der Ausbildungs­abbrecher zu verringern durch bessere Berufskenntnisse

  • Sie bringen ihr Know-how und ihre Wünsche und Anforderungen in den Schulalltag ein.

  • Eine enge Kooperation zwischen Schule und (regionaler) Wirtschaft wird entwickelt.